Führungshinweise nach CCJM

Die Aufgabe besteht darin, das Bewusstsein bei allen Mitarbeitenden wach zu halten, dass Mitarbeit in einer Organisation bedeutet, gemeinsame Aufgaben gemeinsam anzupacken, in einer Personen- und Leistungsgemeinschaft eingebunden zu sein. An Ihnen als "Führungsperson" liegt es, aus verschiedenen Berufskulturen eine gemeinsame Organisationskultur zu gestalten, in der sich alle wohlfühlen und einander unterstützen.

Ein Gruppenleiter oder eine Gruppenleiterin ist auf die konstruktive Mithilfe ihrer KollegInnen auch bei der Wahrnehmung der Führungsfunktionen angewiesen; andererseits kann kein Leiter seine Führungsaufgabe auf eine gute und konstruktive Weise ausfüllen, wenn er von seinen Teammitgliedern ständig in seiner Rolle attackiert wird.

Gute Zusammenarbeit ist durch ein Klima von Unterstützung und gegenseitiger Anerkennung gekennzeichnet. Ohne gute Kommunikation kommt keine gute Zusammenarbeit zustande! (Nichtwissen schafft regelmässig Misstrauen!)

Der gemeinsame Auftrag für und am Kunde/Klient steht im Vordergrund. Zur Erreichung dieses anspruchsvollen Ziels setzt es diszipliniertes Verhalten voraus, mit Initiative und Selbständigkeit verbunden. Wir alle sind unabhängig von der Hierarchiestufe, für die Qualität des eigenen Aufgabenbereiches verantwortlich!

Ziel ist: dass eine bestmögliche Aufgabenerledigung bei gleichzeitig grösstmöglicher Zufriedenheit der Beteiligten erreicht wird.

Zum guten Funktionieren einer Organisation gehört eine Personalführung, die den Mitarbeitern gerecht wird. Die beste Personalführung nützt jedoch nichts, wenn innerhalb der Organisation die Strukturen nicht stimmen.

Ein Marketinggrundsatz lautet: Der Kunde steht im Mittelpunkt.

Die Kette ist so stark wie das schwächste Glied.

Es geht um gemeinsame Vorstellungen und Interessen, um ein Wissen voneinander =(gemeinsamer Kontakt schaffen)

Gruppenstärke!
Bei allem was eine Gruppe tut, lohn sich zu überlegen, "Was ist für mich selbst, aber auch für die Gruppe das Beste"!

10 Gebote für die erfolgreiche Führung eines Teams
1 Energie geben, nicht nehmen
2 Vorbild sein
3 Alle gleich behandeln
4 Respekt, nicht Popularität anstreben
5 Jeden Einzelnen an seine Grenzen führen
6 Konflikte schnell lösen
7 Alle sind für den Erfolg gleich wichtig
8 Offene, ehrliche Kommunikation
9 Klare Regeln schaffen
10 Natürliche Autorität ausstrahlen

Bei allem ist immer die Bedeutung der Ökonomie (bez. ZEIT, KRAFT, AUFWAND, ERTRAG) in Rechnung zu stellen!

Grundprinzip:
Je besser die Leitung funktioniert, desto besser läuft's im Team! Probleme unbedingt aussprechen und angehen!

Ich setze zum Ziel: Schaffung eines Klimas, in dem es allen wohl ist und in dem man aus Fehlern lernen kann.

Grundsatz:
die MitarbeiterInnen an der Basis sind das Kapital des Betribs. Entsprechend sollen sie behandelt und geführt werden. Geht es ihnen gut, dann geht es auch dem Betrib gut.

Der Mitarbeiter ist die wertvollste Ressource und der wichtigste Produktionsfaktor des Unternehmens, auf ihn kommt es entscheidend an. Ohne engagierte und kreative Mitarbeiter "raucht der Schornstein" nicht!

Was heisst Führung (Allgemein)!?
Auf das gemeinsame Ziel hin zusammenarbeiten. Wer führt, muss Ziele bestimmen, Entschlüsse fassen und Aufträge erteilen. Führen heisst auch Informationen verarbeiten und sie gezielt weitergeben. Führende müssen die Arbeit der Unterstellten koordinieren und kontrollieren, und sie müssen mit Gleichgestellten zusammenarbeiten. Sie müssen motivieren, Konflikte vermeiden oder schlichten und für das Wohl ihrer Unterstellten sorgen. Auf allen Stufen sind das Recht und die Pflicht zu führen mit Verantwortung gepaart. Auch auf seiten der Unterstellten ist mehr gefordert als Gehorsam. Im Rahmen ihres Auftrags müssen sie diszipliniert, selbständig und eigenverantwortlich handeln. Sie müssen Vorgesetzte und Gleichgestellte informieren und mit ihnen wirkungsvoll zusammenarbeiten. Auf allen Stufen der Hierarchie sind Disziplin und Selbständigkeit ebenso gefordert wie die Bereitschaft und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Auf der Wohngruppe finden sich MA verschiedener Herkunft, verschiedenen Alters und mit verschiedener Ausbildung, verschiedenen Lebensgewohnheiten und Interessen. Was sie zusammenführt, ist der gemeinsame Auftrag. Diesen zu erfüllen gelingt aber nur, wenn sich die einzelnen im Blick auf den Auftrag zu einer Gemeinschaft zusammenschliessen. Führen heisst: das Handeln der Unterstellten auf das Erreichen eines Ziels ausrichten. Die Leistung einer Gruppe entsteht aus dem planvollen Zusammenwirken der einzelnen. Führen heisst deshalb insbesondere: den einzelnen dazu bringen, seine ganze Kraft für die gemeinsame Erfüllung des Auftrags einzusetzen. Die Vorgesetzten bestimmen die Ziele, die erreicht werden müssen. Ihren Unterstellten lassen sie bei der Wahl des einzuschlagenden Weges möglichst grosse Handlungsfreiheit. Sie schränken diese nur dort ein, wo es zur Wahrung des Zusammenhangs nötig ist. Führen durch Zielvorgaben verlangt von den Vorgesetzten Mut, Vertrauen und Respekt für die Hand- lungsfreiheit der Unterstellten. Von den Unterstellten verlangt diese Art der Führung aktives Mitdenken und die Bereitschaft, selbständig und initiativ im Sinne des Auftrags zu handeln. Der Vorgesetzte trägt die Verantwortung für zeitgerechte Aufträge. Er erteilt Aufträge erst, wenn er die Folgen bedacht hat. Er berücksichtigt dabei die Fähigkeiten der Unterstellten. Bei der Vorbereitung seiner Entschlüsse kann der Vorgesetzte Unterstellte beiziehen. Die Entschlüsse verantwortet er indessen allein. Der Vorgesetzte kontrolliert, ob die gesetzten Ziele erreicht werden. Die Unterstellten tragen auf allen Stufen ihrerseits Verantwortung. Sie sind im Rahmen der Handlungsfreiheit, die ihnen eingeräumt wird, verantwortlich für die Ausführung eines Auftrags. Das Erreichen der gesetzten Ziele setzt bei allen diszipliniertes Verhalten voraus. Disziplin heisst: Der einzelne stellt seine persönlichen Interessen und Wünsche zugunsten des Ganzen zurück und gibt im Sinne des Auftrags sein Bestes. Disziplin hat dann die grösste Wirkung, wenn sie mit Initiative und Selbständigkeit verbunden ist. Damit die Ziele einer Gruppe erreicht werden können, müssen die Unterstellten die Absicht ihres Vorgesetzten verstehen. Der Vorgesetzte nutzt deshalb jede Gelegenheit zur Information. Wenn immer möglich, gibt er die Überlegungen bekannt, die zu seinem Entschluss geführt haben. Diese Information ist um so wichtiger, je mehr der Vorgesetzte auf die Selbständigkeit und Initiative der einzelnen Unterstellten zählt. Die Unterstellten informieren von sich aus ihren Vorgesetzten über Sachverhalte, die für die Erfüllung des Auftrags von Bedeutung sein können. Diese Information ist besonders wichtig, wenn ihre Fachkenntnisse und ihr Spezialwissen für den Erfolg der Gruppe ausschlaggebend sein können. Jeder Angehörige der Gruppe bemüht sich, die Informationen zu erhalten, die für die Erfüllung seines Auftrags wichtig sind. (Information = Hol und Bringschuld). Aufgaben innerhalb einer Gruppe können nur gelöst werden, wenn sich die Angehörigen der Gruppe laufend über ihre Arbeit verständigen. Regelmässige Kommunikation trägt entscheidend dazu bei, dass alle Beteiligten sich mit ihrem Auftrag identifizieren und ihr Bestes leisten können. Führung braucht Autorität. Diese erwächst den Vorgesetzten insbesondere aus ihrer fachlichen und persönlichen Glaubwürdigkeit. Vorgesetzte führen in erster Linie durch ihr persönliches Vorbild. Sie leben Disziplin und Engagement vor. Vorgesetzte und Unterstellte begegnen sich in gegenseitiger Achtung. Sie vertrauen einander und setzen sich dafür ein, den Zusammenhalt und die Leistungskraft der Gruppe zu stärken. Die Gewissheit, sich aufeinander verlassen zu können, erleichtert die Aufgabenerfüllung und das Erreichen des gemeinsamen Ziels.

Jeder Mitarbeiter soll sich bemühen "harte Nüsse zu knacken" (= günstigere Lösungen zu suchen und zu finden).

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