Angst

Verängstigte Personen sollten eine Therapie nicht fürchten

Angstzustände lassen sich mit Medikamenten nur mildern. Hilfreicher ist eine therapeutische Behandlung. Sie erfordert von den Patienten jedoch viel Engagement- und Geduld.

Welche Arten von Angst gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, die jedem Säugetier und menschenähnlichen Wesen vertraut sind: die Angst vor dem Angriff von hinten und die Angst vor dem "Bodenlosen". Letztere äussert sich beim Menschen zum Beispiel im Lift oder auf Balkonen und Dächern. Auf diesen Ängsten, deren Ausmass von der erblichen Belastung, der Erziehung und früheren Erlebnissen abhängt, beruhen alle anderen Arten von Furcht und Angst im Leben. Dabei zeigt es sich, dass Ängste einerseits unser Leben einengen; andererseits können eine zu enge Sichtweise oder Lebensart Ängste auslösen.

Die traditionelle chineschische Medizin deutet Ängste als "Mangel an Nierenfeuer"; das Nierenfeuer gilt quasi als Grundenergie des Menschen. Die Niere steht auch für den Umgang mit dem sozialen Umfeld. Ob dieser Umgang ängstlich-misstrauisch ist oder eher freundlich-vertrauensvoll, hängt von vielen Faktoren ab. Ängstlich-misstrauische Menschen müssen in der Regel erst ihre grundlegenden Zweifel und Zurückhaltungen abchecken und besänftigen, bevor sie sich einigermassen sicher in einer Diskussion oder sogar eine Beziehung einlassen können.

Angst lässt sich grundsätzlich nicht mit Medikamenten beseitigen. Naturheilkundliche Arzneimittel wie auch Beruhigungsnedikamente und Antidepressiva eignen sich bloss dazu, das Beklemmende der Angst vom Patienten fernzuhalten. Da Ängste das Denken einengen, sind aber meist Medikamente nötig, damit die Betroffenen überhaupt zugänglich sind für eine Therapie. Weiterhelfen können erst begleitend, dann als Hauptbehandlung ganzheitliche Methoden wie Atemtherapie, Psychotherapie, Gestalttherapie (Musik, Malen, Tanz), Homöopathie, Clustertherapie, Qi Gong und andere Formen der feinstofflichen körperorientierten Therapien.

Die Dauer einer Angstbehandlung lässt sich nur schwer abschätzen. Die bestimmenden Faktoren sind zum einen die Stärke der Blockaden und Prägungen, zum anderen die Bereitschaft des Therapeuten und des Patienten sowie von dessen Umgebung (also Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz). Vieles zeigt sich leider erst im Laufe der Behandlung. Dazu können auch die Faktoren gehören, die die Angst auslösen. Wichtig ist, von Zeit zu Zeit sowohl die Behandlungsziele als auch das Behandlingskonzept kritisch zu betrachten. Angsttherapien werden in aller Regel Monate bis Jahre dauern und erfordern viel Engagement von Patienten und Therapeuten. Oft aber bringt schon der erste Schritt, nämlich sich auf eine Therapie einzulassen sehr viel.

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